Märchen

17. Freundschaft ist wichtig

Im Dschungel von Tarkwa lebte einmal ein schöner Papagei. Er konnte so gut sprechen, daβ er dafür von den anderen Tieren bewundert wurde.

"Papagei, wenn ich deine Stimme hätte, würde ich den ganzen Tag lang sprechen", sagte eines Tages neidisch das Erdferkel zum Papagei.

16. Der undankbare Jäger

Es war einmal ein Jäger. Er war so ein guter Jäger, daβ man ihn "Totobrito" nannte, was soviel bedeutete wie "der Unbezwingbare." Er hatte Augen wie eine Krabbe, sagten die Leute von Dompimkese. Dies, weil Krabben die Augen rundherum rollen können und alles sehen. Und er hatte Ohren wie ein Löffelhund, weil er alles hörte.

15. Die Prinzentochter

Amihia, der Prinz von Simpa, war ein sehr mächtiger, reicher Mann. Er hatte eine sehr junge, hübsche Tochter. Er nannte sie Sika, was in unserer Sprache Gold bedeutet, weil sie wie Gold glänzte. Amihia liebte sie über alles. Sika war wahrhaftig bildschön und liebreizend. Auch der Glanz des Mondes war fahl gegen ihrer Ausstrahlung.

14. Der gierige Leopard

Vor vielen, vielen Jahren waren der Hase und die Ziege Freunde. Sie halfen sich gegenseitig, wenn einer von den beiden etwas brauchte, und sie lebten in Frieden miteinander in Kwasikrom, ihren schönen Dorf. Zwischen Kwasikrom und der restlichen Welt lag ein Bergmassiv und ein groβer Fluss, den die Bewohner Tano nannten.

13. Der listige Hase

Es lebten einmal ein Elefant, ein Hase, ein Affe und ein Löwe gemeinsam in einem groβen Dorf. In diesem Dorf gab es immer viele Probleme, weil dessen Bewohner sich nicht so gut miteinander vertrugen. Oft gab es Zank und Zwietracht und das Leben wurde mit der Zeit unerträglich. Etwas musste geschehen, wenn Bürgerkrieg vermieden werden sollte.

12. Die Schöpfungsgeschichte

Als die Welt geschaffen wurde, da gab es keine Trennung zwischen Himmel und Erde. Himmel, Erde, Wasser, Wolken, alles war eins. Gott, den wir Onyame nennen, was glänzend, strahlend hell bedeutet, bewohnte eine kleine Wolke in unmittelbarer Nähe bei den Menschen auf der Erde; so nah, daβ die Wolke fast die Erde berührte.

11. Ananse und Ntakuma

Trotz der vielen Schicksalsschläge, die Ananse in seinem Leben schon gehabt hatte, konnte niemand bestreiten, daβ Ananse auf vielen Gebieten wirklich begabt war. Er hatte viele Interessen und Hobbys und konnte viele wunderschöne Sachen machen. Zum Beispiel war Ananse ein ausgezeichneter Koch, und als Jäger war er nicht zu schlagen. Er konnte ebenfalls tolle Häuser bauen.

10. Ananse der Kahlkopf

Seit dem wir Kwaku Ananse kennen, läuft er mit einem Kahlkopf herum. Obwohl Ananse von Natur aus nie viele Haare auf dem Kopf hatte, besaß er früher etwas mehr davon als heute. Auf das Bisschen was er hatte, war Ananse sehr stolz. Wie nun Ananse zu seinem kahlen Schädel kam, werden wir gleich wissen.

9. Ananse der Schurke

Es war wieder einmal eine große Dürrekatastrophe in Tamso, Ananses Dorf. Die Trockenzeit brachte sechs Monate lang keinen Tropfen Wasser auf die heiβe Erde. Die Blumen vertrockneten und die Pflanzen verdörrten; Wasser war knapp und Essen auch. Die Zeiten waren wirklich schwer für Ananse, Okonnoro, Ntakuma und Kwaku Tene. Was sollte man nur machen?

8. Ananse der Angeber

Wie so oft in den vielen, vielen Jahren seit Ananse in Tamso wohnte, blieben die Regenfälle aus. Es regnete drei Jahre keinen Tropfen mehr auf die Erde. Das Resultat war, dass die Pflanzen austrockneten, viele Tiere verdursteten und die Menschen fast verhungerten. Der Boden wurde so hart, dass er aussah wie gebackene Kokosnüsse.